Doch die Unidroit-Prinzipien unterscheiden sich von anderen völkereinheitlichen Rechtsinstrumenten auch in Bezug auf ihre formale Darstellung. Nach dem Beispiel der US Restatements of the Law bestehen sie aus Regeln für schwarze Buchstaben (“Artikel” ); in der aktuellen Ausgabe 2016 sind insgesamt 211 Artikel in 11 Kapitel unterteilt, von denen jedes von Kommentaren und Abbildungen begleitet wird, die weitgehend auf tatsächlichen Fällen beruhen und die Gründe für die Schwarzbuchstabenregel und die unterschiedliche Vorgehensweise in der Praxis erläutern sollen. Manchmal gehen die Kommentare, die als integraler Bestandteil der Grundsätze angesehen werden, sogar noch weiter und ergänzen die Regeln für schwarze Buchstaben. 81 So ausdrücklich Court d`Appeal of Reims, cit. (`[D]ie Unidroit-Prinzipien bilden einen Von einer internationalen Organisation, der Frankreich und Polen angehören, vorgeschlagenen Kodex für internationale Verträge, umlagere, der den Unidroit-Prinzipien eine größere Autorität verleiht als die Grundsätze des europäischen Vertragsrechts, auf die der Verkäufer in seinen Schlussfolgerungen Bezug genommen hat, die aber nur eine doktrinäre Arbeit des vergleichsrechtlichen Rechts darstellten”) , aber implizit auch durch die spätere Entscheidung der Cour de Cassation bestätigt. Für einen kritischen Kommentar zu den drei Entscheidungen siehe F. Ferrari, C.P. Gillette, M. Tarello, S.D.




Walt, The Inappropriate Use of the PICC to Interpret Hardship Claims under the CISG, in Internationales Handelsrecht 2017, S. 97 ff. Die Fragen im Zusammenhang mit internationalen Verträgen bilden eine reiche Landschaft für Juristen, die mit der Verhandlung und Ausarbeitung von Klauseln beauftragt sind, die für ihre Kunden am günstigsten sind. Die Maxime von Nota Bene, oder – beachten Sie besonders – ist in diesem rechtlichen Bereich besonders lehrreich. Deals ähneln einander auf der ganzen Welt, ebenso wie die Sprache, die sie ausdrückt. Dennoch erfordern die Unterschiede im rechtlichen und geschäftlichen Umfeld maßgeschneiderte Ansätze. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass ein Geschäft in der gleichen Weise wie innerhalb der eigenen Gerichtsbarkeit abläuft. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird dies nicht der Fall sein, es sei denn, ein umsichtiger Berater berücksichtigt die Unterschiede und setzt Klauseln um, die Diebesbarkeit gewährleisten. In den folgenden Bemerkungen werde ich nach einer kurzen Beschreibung der wichtigsten Mängel des traditionellen staatlich rechtszentrierten Ansatzes für Rechtskonflikte (II) und der Neuheit, die durch die Unidroit-Grundsätze für internationale Handelsverträge (III) dargestellt wird, die wichtigsten Möglichkeiten untersuchen, in denen die Unidroit-Prinzipien in der Praxis (IV) verwendet werden können und tatsächlich verwendet werden, wobei ich mich auf ihre Rolle als Rechtsvorschriften für internationale Verträge konzentriere (1); als Mittel zur Auslegung und Ergänzung des internationalen Einheitsrechts (2) und als “globales Hintergrundrecht” zur Auslegung oder Ergänzung des innerstaatlichen Rechts (3). In meinen abschließenden Bemerkungen werde ich versuchen zu erklären, warum ihre Relevanz in der Praxis trotz der weithin anerkannten intrinsischen Vorzüge der Unidroit-Prinzipien noch immer eher begrenzt ist; gleichzeitig werde ich jedoch nachweisen, dass es trotz der anhaltenden Beherrschende der nationalen Rechtsvorschriften erhebliche “Marktnischen” gibt, die die Unidroit-Prinzipien mit beachtlichem Erfolg füllen (V). In einer Reihe anderer Fälle wurden die Unidroit-Prinzipien jedoch entweder als einzige lex causae oder in Verbindung mit anderen Rechtsquellen wie dem CISG oder einem bestimmten innerstaatlichen Recht angewandt, auch wenn die Parteien keine Angaben machten. Dabei gaben die Schiedsgerichte keinerlei Grund oder stützten sich auf Absatz 4 der Präambel oder häufiger auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen oder Schiedsregeln, nach denen – um die in Artikel 21 Absatz 2 der ICC-Schiedsordnung von 2017 verwendete Sprache zu zitieren – die Rechtsnormen anwenden, die sie für angemessen hält.

, während, wie bereits oben ausgeführt, die nationalen Gerichte die Unidroit-Prinzipien als Ausdruck der “allgemeinen Grundsätze des Internationalen Handels” oder “der neuen lex mercatoria” anwendeten.64 Darüber hinaus wurden in 11 internationalen Investitionsschiedssprüchen – neun nach der ICSID-Schiedsordnung und zwei in einem Ad-hoc-Schiedsverfahren – auf die Unidroit-Prinzipien verwiesen, zusammen mit anderen Rechtsquellen wie dem innerstaatlichen Recht des Aufnahmestaats. , als Ausdruck des Völkerrechts.65 Schließlich wurden die Unidroit-Prinzipien in vier Fällen vom Schiedsgericht in einem Schiedsverfahren ex aequo et bono.66 angewandt.